ERUUKklein

Alles begann mit dem Traum vom eigenen Weingut. 2013 ist er Wirklichkeit geworden und wir stecken nun mittendrin. Urban Kaufmann war bis 2013 noch in der Schweiz als Leiter einer der erfolgreichsten Appenzeller-Käsereien aktiv. Und ich, Eva Raps, war noch Geschäftsführerin beim VDP in Mainz. Was wir jetzt erleben, ist etwas vollkommen anderes. Eine gewaltige Herausforderung, herrliche Natur und viele neue Erfahrungen. Schritt für Schritt setzen wir nun um, was wir uns vorgenommen haben. Dazu gehört auch der Aufbau einer neuen Internet-Präsenz. Bis diese fertig ist, stellen wir hier auf dieser Seite alle wesentlichen Informationen zur Verfügung. Und etwas weiter unten, können Sie die regelmäßigen Beiträge unseres Blogs – eine Art Online-Tagebuch – nachlesen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch mal in unserem Weingut besuchen. Wir sind gerne für Sie da!

URBAN KAUFMANN UND EVA RAPS

Erfolge

20. Januar 2016 | von Eva in Allgemein - (1 Comments)

Wir freuen uns über die positive Stimmen und Bewertungen zu unserer neuen Weinlinie Kaufmann (mehr zu dieser Linie können Sie hier nachlesen)

Die drei neuen Etiketten

91 Parker Punkte für den 2014er Wisselbrunnen, von Stephan Reinhardt

… The wine has 12,5% alcohol, an intense citrus-yellow color, a concentrated and mineral bouquet of ripe fruits and almonds and comes onto the palate as a full-bodied, round and complex Riesling; it has a persistently mineral and well structured finish. This is doubtlessly Kaufmann’s top wine and the balance between juiciness and salinity, between ripeness and freshness, is excellent here. This is a perfect wine with food and it will gain even more complexity over the years of bottle aging.

Unsere „drei Neuen“ haben es unter die 10 Top-Kollektionen des Gastrokritikers und Bloggers Niko Rechenberg geschafft… 

…Die neue Tell-Linie der Kaufmann/Raps’schen Weine ist ansprechend und frech…. Ausgezeichnete Qualitäten von Tell und Hattenheimer Wisselbrunnen…..

90 Punkte für den Wisselbrunnen von der Chefredakteurin der Weinwelt, Ilka Lindemann

…. der Riesling kommt mit stahliger Art, Sternfrucht, Ananas und Kräutern daher. Am Gaumen Zitrusnoten und grüner Apfel. Duck, Potenzial, Länge… echte Größe.

89 Punkte für den Wisselbrunnen vom Chefredakteur von Wein & Markt, Klaus Herrmann

… Sehr viel besser konnte man es wohl kaum machen. … der Duft verrät vollreifes Lesegut und verführt zu ausgiebigem Schnuppern durch alle Etagen der vielschichtigen Aromatik…. viel Extrakt und einen seidigen Körpoer mit Schmelz und Länge…

Jürgen Fendt, einer von Deutschlands Top-Sommeliers, hat sich gleich einige Flaschen des Wisselbrunnens für seine Weinliste im Hotel Bareis gesichert

….Wisselbrunnen – Wow – Saftig, ausgewogen, Säure gut eingebunden, schon zugänglich und problemlos zehn Jahre lagerfähig. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Weinen

88 Parker Punkte für den 2014er Tell Riesling, von Stephan Reinhardt

Friedrich Schiller’s Tell is godfather of Urban Kaufmann’s 2014 Rheingau Riesling trocken Tell (AP 2015), a selection from top parcels in Hattenheim. The wine with the red circle and the white crosslines on the golden label opens with an intense, ripe, elegant and nicely mineral bouquet that indicates a certain depth. Full-bodied, round and fruit intense, this is a well balanced and juicy Riesling with a mice mineral acidity and grippy finish. Since the wine is not bone dry, it goes very well on its own, although it is made to be enjoyed at the table.

Mario Scheuermann platzierte unseren Tell als seinen Weintipp im Weinwisser…

…eine feine, aber charakteristische Mineralität. Am Gaumen eine verhältnismässig milde Säure, geschmeidig. Der Wein ist schlank und elegant, zeigt aber zugleich eine bemerkenswerte aromatische Dichte mit einer reifen Zitrusnote. Guter Abgang. Ein sehr gastronomischer Wein. 16 +/20

Vergangene Woche durfte ich einen Vortrag von Stephan Röder hören, der mich so berührt und begeistert hat, dass ich hier davon berichten und ihn durch das Resümieren gleichzeitig tiefer in mein Gedächtnis eingraben möchte. Stephan Röder kenne ich inzwischen seit ca. 7 Jahren, als Seminarleiter der Kurse für Personal- und sich-selbst-führen, des Würzburger „Team Benedikt“.

Stephan hielt den Vortrag in den wunderbar restaurierten Seminarräumen des Kloster Eberbachs für den Verein „Academie Kloster Eberbach e.V.“, der sich für die christlichen Werte in Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt.

„Die Regel des Hl. Benedikts“, die um 529 von Benedikt von Nursia niedergeschrieben wurde, ist bereits Teil meines, leider viel zu wenig genutzten, Bücherschranks. Doch nach dem packenden und inspirierenden Vortag von Stephan, will ich doch versuchen, öfter mal darin zu lesen, denn sie ist wahrlich eine Quelle und Inspiration, die als Ermutigung und Korrektiv für das eigene Leben sehr nützlich sein kann. Stephan brachte sehr viele Bezüge zum Thema (Personal-) Führung in Unternehmen in seinen Vortrag ein und das ist auch das Gebiet durch welches ich ihn kennen- und schätzen gelernt habe. Dieses Mal jedoch, trafen mich seine Worte eher in meiner Rolle als Existenzgründerin und Unternehmerin. Daher wird mein Resümée und meine Zusammenfassung des Vortrags sich ganz darauf konzentrieren, was ich gehört habe. Aber genau das macht ja einen guten Vortrag aus: dass jeder das heraushört, was er hören will, was ihn bewegt und worin er in stetiger Übung ausharrt….

hören – laufen – ausharren… Diese drei Worte bildeten nämlich den roten Faden der Rede.

Hören

 „Höre mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat.“ RB Prol 1

Dieses und weitere 13 Zitate in denen das Wort hören oder gehorchen auftaucht, finden sich alleine im Prolog der Regel. Überhaupt beschäftigt sich Stephan in dem Vortrag ausschließlich mit diesem Prolog.

Zuhören, besser noch hinhören, ist schwer. Denn es ist aktive Passivität. Hören setzt große innere Aktivität voraus – mich auseinandersetzen mit etwas, was von außen auf mich zukommt, mich fordert – und doch, tut von außen betrachtet, ein Hörender nichts.

Hören ist nicht in erster Linie eine rhetorische Technik, Hören ist – eine Herzensangelegenheit. Herz meint eine offene, eine zugewandte Haltung, echtes Interesse, Lernbereitschaft, eine fragende Haltung. Hören ist Zeichen des Respekts und der Demut, also dem Mut, mit seinen Fähigkeiten und Begabungen, seinem Wissen und Können anderen, dem Ganzen zu dienen.

Für mich heißt, zuhören aber auch gleichzeitig zu lernen, meinen Horizont zu erweitern. So will ich versuchen, gut zuzuhören wenn Kollegen von ihren Erfahrungen im Weinberg, im Keller oder in der Vermarktung erzählen und gut zuhören, wenn ich mit Kunden spreche, um zu erfahren, was sie sich wünschen, welchen Weinstil sie bevorzugen aber auch um zu erfahren, was von uns erwartet wird, z.B. von den Wiederverkäufern unserer Weine bezüglich unserer Sortiments- oder Preispolitik.

Laufen

„Stehen wir also endlich einmal auf“ (RB Prolog 8)
so ruft der Heilige Benedikt in seiner Regel den Menschen zu, die „das Leben lieben und gute Tage zu sehen wünschen“(RB Vorw15, Ps 34,13).

Ebenfalls 13-mal findet sich ein Verb der Bewegung im Prolog der Regel: rütteln, aufstehen, gehen, laufen, eilen, fortschreiten, (dem Guten) nachjagen, zurückkehren, umkehren, (der Hölle) entfliehen.

Und auch wir, die Anwesenden bei dem Vortrag, sind ja zu Hause aufgestanden und auf unterschiedlichen Wegen ins Kloster gekommen. Wir alle haben uns also bewegen lassen. Und, dass sich bewegen auf Segen reimt ist durchaus kein Zufall, sondern eine sinnvolle Fügung.

Wie oft haben wir, wie auch heute, gedacht, „was für ein Segen, dass ich mich aufgerafft habe, aus der warmen Stube zum Sport oder zu einem kulturellen Ereignis“. Auch nach manch langer Fahrt zu Freunden oder Verwandten sagt man, „Mensch, das sollte man viel öfter machen“.

Und schließlich haben auch Urban und ich uns in Bewegung gesetzt. Erst mal er nach Deutschland und ich in die Schweiz zum gegenseitigen Besuch und dann endgültig wir beide in den Rheingau. Das war ein großer Schritt und wir sind immer noch ein wenig „außer Atem“… Aber es ist gut so und wir freuen uns immer wieder, dass wir aufgebrochen sind in ein neues, gemeinsames, bewegendes Leben….

Ausharren

„Vor allem: wenn du etwas Gutes beginnst, bestürme ihn beharrlich im Gebet, er möge es vollenden … (RB Prolog 4)

Dieses „Ausharren“ und „beharrlich sein“ hat es was damit zu tun, wie Benedikt das Kloster versteht: „Wir wollen also eine Schule für den Dienst des Herrn einrichten“ RB Prol 45
Also sind im Kloster alle Schüler. Was macht einen Schüler zum Schüler? Disziplin ist das, was einen discipulus auszeichnet: er übt so lange, bis er es kann. Ausharren in Geduld bedeutet, dass ich ein Leben lang Übender bleibe, mich als Schüler verstehe, egal wie weit ich schon gekommen bin.

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“

Das ist keine Zitat der Regel des Benedikt, sondern ein Zitat von Goethe aus dem Faust, das mich schon seit meiner frühesten Jugend begleitet und das mein Leben, meine ganz persönliche Erfahrung schon x fach bezeugt hat.

Ausharren meint Treue und damit in erster Linie die Verlässlichkeit in der Beziehung zu anderen und zu den Dingen, die unser Leben ausmachen und Treue zu unseren Werten, zu dem wovon wir überzeugt sind, dass es richtig ist. Treue meint aber auch, Teil der Gemeinschaft werden, sich einfügen lassen. Sich dem fügen, was die Gemeinschaft vorgegeben hat.

Ausharren meint auch, zu seiner Entscheidung zu stehen, nicht wankelmütig zu sein. Aber es meint auch, ein aktives sich immer wieder neu entscheiden für die Gemeinschaft,
für das, was ich als richtig erkannt habe, für Disziplin, also dafür, Schüler, Lernender zu bleiben, lernend zu arbeiten und arbeiten zu lernen

und damit dann auch Hörender und als Hörender zu jemandem gehören und gehorchen, jemand der sich rufen lässt, der aufsteht und losgeht.

Damit schließt sich der Kreis.

Wie bereits am Anfang erwähnt, ist dies nur eine extrem gekürzte, bruchstückhafte und sehr subjektive Wiedergabe dessen, was Stephan gesagt hat. Und ich befürchte, diese Wiedergabe wird kaum jemanden so berühren, wie mich der Vortrag angesprochen hat. Aber ich hoffe, dass mein Beitrag dazu doch einige Leser neugierig macht auf das, was Stephan und das Team Benedikt wirklich zu sagen haben. Eines kann ich versprechen – es wird in jedem Fall eine Bereicherung für Ihr Leben sein, ganz egal ob Sie sich als gläubig bezeichnen, oder nicht.

Wie kann man als Winzer das neue Jahr besser begrüßen, als in den Weinberg zu gehen? Was wir hier, zusammen mit Helmut Durner, gemacht bzw. gepflanzt haben, verraten wir jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt….

SylvestrisNr.2

SylvestrisNr.1kleinP1110878kleinP1110872klein

Nach den regelmäßigen Adventskalender-Beiträgen brauchte ich eine kleine inspirative Pause, bevor nun – hoffentlich wieder regelmäßig – von mir und uns zu lesen ist.

Das Jahr haben wir perfekt angefangen, genau so, wie wir es uns immer gewünscht haben. Bei Freunden im Ort, beim gemeinsamen Kochen, Genießen und Weintrinken bis weit nach Mitternacht. 064

Die passende Gelegenheit um mal einen ganz besonderen Wein aus meinem privaten Keller zu holen: einen 1990er Chateau Clinet aus dem Pomerol, dem der Gastgeber Andreas gleich noch einen 2004er Ornellaia an die Seite stellte. Allein den Wert dieser Weine von jeweils mehr als 100 – 200 Euro zu wissen, steigert das Genusserlebnis. Aber viel genussvoller ist, wenn man diese Sammlerweine im Kreise von Gleichgesinnten genießt. Solche Menschen, die im „normalen Leben“ Weine im Preisbereich von 10-20 Euro trinken, aber auch mal so „verrückt“ sind einen im Prinzip überteuerten Wein zu kaufen.

Wenn das Jahr so weiter geht, dann wird es wirklich ein „gutes, neues Jahr“.

advent_final.cdr

Wir gehen Tag für Tag den Wahrheiten im Wein nach und versuchen, sie auf unser eigenes Leben in diesen Tagen am Ende des Jahres zu übertragen. Gehen Sie mit uns diesen Weg. Ob mit oder ohne einen guten Schluck Wein im Glas. Aber immer mit Vorfreude und Muße in den oft turbulenten Tagen bis zum Weihnachtsfest.

Hier können Sie nachlesen, wie es zu meinem Brauch kam:

Und wenn Sie alle Beiträge auf einmal ansehen möchten, dann klicken Sie oberhalb dieses Beitrags auf den Link „Wein-Adventskalender von A-Z“ .

 

advent_final.cdr

Heute blicken wir auf den Advent zurück und freuen uns auf das kommende Jahr